Ältere Fantasy-Anime haben nach wie vor denkwürdige Schauplätze und Designs, doch manche Serien lassen sich schwerer erneut ansehen, weil ihr Humor veraltet ist, sich die Erzählung wiederholt oder technische Grenzen sichtbar sind. Ein neues Ranking hebt 10 Titel hervor, deren Stärken laut Artikel von Elementen überschattet werden, die schlecht gealtert sind.
Inuyasha wird für seine zahlreichen Füllfolgen kritisiert, die die Haupthandlung immer wieder verzögern und dieselben emotionalen Missverständnisse zwischen Kagome und Inuyasha erneut aufgreifen. Die ursprüngliche Fernsehserie umfasste 167 Folgen. Später folgte Inuyasha: The Final Act, nachdem die erste Ausstrahlung kein zufriedenstellendes Ende erreicht hatte. Der Artikel vergleicht das Erzähltempo mit dem neuerer Fantasy-Anime und merkt zugleich an, dass der Manga weiterhin höher geschätzt wird.
Mehrere andere Einträge werden wegen Wiederholungen oder struktureller Probleme beanstandet. Slayers stütze sich zu stark auf ein Monster-der-Woche-Schema, wobei Lina Inverses Zauber Dragon Slave Konflikte oft beende, bevor Spannung entstehen könne. Tenchi Muyo! hat derweil mehrere miteinander unvereinbare Kontinuitäten, während sich der zentrale romantische Konkurrenzkampf um einen passiven Protagonisten dreht.
Das Ranking verweist außerdem auf eine veraltete Figurenzeichnung. Die Harem-Dynamik in El Hazard schränke die weiblichen Figuren ein, obwohl die Serie mit einer unverwechselbaren Welt aufwarte, die auf einer antiken Zivilisation und deren verfallenden Superwaffen beruhe. Fushigi Yugi wird dafür kritisiert, seine Heldin Miaka wiederholt in eine Situation zu bringen, in der sie gerettet werden muss. Bastard!! wiederum stelle den Umgang seiner Hauptfigur mit Frauen als Komödie dar, statt ihn kritisch zu hinterfragen.
Andere Serien werden nach Tonfall und Umsetzung beurteilt. Sorcerous Stabber Orphen wird vorgeworfen, dramatische Konflikte mit einer Komik zu vermischen, die deren Wirkung abschwäche. Record of Lodoss War wird für seine von Aquarellen beeinflussten Hintergründe und Figurendesigns gelobt, zugleich aber wegen seiner langsamen Erzählweise und statischen Kampfszenen kritisiert. Auch Vampire Hunter D wird für seine gotische Atmosphäre und seinen visuellen Stil geschätzt, während sein weitgehend stummer Protagonist und die begrenzte Animation für heutige Zuschauer als Hindernisse gelten.
The Vision of Escaflowne vervollständigt die Liste. Die Mecha-Designs und der Weltenbau werden gelobt, doch laut Artikel kollidiere frühe CGI mit der handgezeichneten Animation. Bei allen 10 Titeln lautet die Kritik nicht, dass ihnen reizvolle Ideen fehlten, sondern dass veraltete erzählerische Entscheidungen und technische Einschränkungen das Ansehen heute erschweren können.
Quellen: Comic Book Resources.