Rollenspiele werden oft dafür gelobt, dass sie den Spielern Wahlmöglichkeiten und Raum zum Erkunden bieten. Doch an manche Veröffentlichungen erinnert man sich aus gegenteiligen Gründen: unfertige Inhalte, technische Probleme, verwirrende Systeme oder Welten, die nicht mehr zugänglich sind. In seiner Rangliste von 10 besonders schwer zu genießenden RPGs verwendet die Quelle den Begriff „unspielbar“ weit gefasst und bezieht sowohl Spiele ein, die heute nicht mehr gespielt werden können, als auch Titel, deren Design sie zu einem frustrierenden Erlebnis macht.

Cyberpunk 2077 wird mittlerweile als Action-RPG gefeiert, doch sein Start verlief problematisch, insbesondere auf der PlayStation 4. Ursprünglich war das Spiel für neuere Konsolen erwartet worden, aber angesichts der Schwierigkeiten, 2020 PS5-Systeme bereitzustellen, wurde auch eine PS4-Version veröffentlicht. Dem Artikel zufolge hatte die Veröffentlichungsversion erhebliche Probleme, an deren Behebung CD Projekt Red später arbeitete. Er argumentiert, dass die PS4-Edition gegenüber der PS5-Version weiterhin eingeschränkt ist.

Might and Magic IX erschien 2002, während der Entwickler New World Computing vor dem Bankrott stand. Die daraus resultierende überhastete Entwicklung ließ das Spiel unfertig wirken: Es fehlte ein zufriedenstellendes Ende, und Fehler konnten verhindern, dass Spieler es erreichten. Der Artikel beschreibt den Qualitätsabfall gegenüber früheren Teilen als große Enttäuschung für die Fans.

The Matrix Online ist aus einem einfacheren Grund unspielbar: Die Server des MMORPG wurden im Juli 2009 abgeschaltet, vier Jahre nach dem Start im März 2005. Selbst als das Spiel noch online war, kritisierten Spieler den langsamen, teilweise rundenbasierten Kampf, sich wiederholende Quests und Fehler.

Das ursprüngliche SaGa Frontier, das 1997 erschien, wird als besonders verwirrende Interpretation des RPG-Genres dargestellt. Die Welt skaliert mit dem Spieler, sodass das Grinden das Spiel schwieriger statt leichter machen kann. Außerdem gibt es nur wenige Hinweise; oft müssen kryptische Nachrichten und Rätsel den Spielern den Weg weisen.

Mass Effect: Andromeda wurde dafür kritisiert, hinter seinen Vorgängern zurückzubleiben. Der Artikel verweist auf eine wenig überzeugende Geschichte, hölzern wirkende Dialoge und große Welten, die das Erkunden repetitiv erscheinen lassen. Außerdem merkt er an, dass zahlreiche Fehler das Spiel beeinträchtigten und einige Fans es für die anschließende Pause der Reihe verantwortlich machten.

Two Worlds wurde 2007 als möglicher Konkurrent zu The Elder Scrolls IV: Oblivion vermarktet, konnte diese Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Spieler hatten außerdem mit Einbrüchen der Bildrate und Verzögerungen zu kämpfen, während der Online-Koop als äußerst problematisch beschrieben wurde. Die Fortsetzung Two Worlds II hinterließ keinen bleibenden Eindruck, war laut Quelle aber weniger frustrierend als das Original.

Quest 64, das 1998 für Nintendo 64 erschien, begleitet den Magierlehrling Brian auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater. Die weitläufigen Umgebungen werden als leer und eintönig beschrieben, während vertraute RPG-Elemente wie eine Währung, Geschäfte und sinnvolle Ausrüstung fehlen. Die Systeme zum Steigern der Werte und der unausgewogene Schwierigkeitsgrad sorgen für zusätzlichen Frust.

Die erste Version von Final Fantasy XIV, die 2010 erschien, wurde weithin dafür kritisiert, unfertig zu wirken. Die Server wurden 2012 geschlossen, und das Spiel wurde umfassend überarbeitet und im August 2013 neu veröffentlicht. Der Artikel behandelt das Original und die Neuveröffentlichung als getrennte Veröffentlichungen und beschreibt das Comeback der späteren Version als große Kehrtwende.

The Legend of Alon D’Ar, ein Action-RPG für PS2 aus dem Jahr 2001, wird wegen seines langsamen, verzögerten Kampfs kritisiert, der nicht wie vorgesehen reagieren kann. Zu den weiteren genannten Problemen gehören veraltete Grafik, intensives Grinden zu Beginn, ein unausgewogener Schwierigkeitsgrad und eine nur schleppend voranschreitende Geschichte.

Call for Heroes: Pompolic Wars beschließt die Liste. Das Action-RPG aus dem Jahr 2007 bietet weder Dialoge noch Zwischensequenzen, und seine verwirrenden Karten können dazu führen, dass Spieler nicht wissen, wohin sie gehen sollen. Der Tod wird besonders hart bestraft: Spieler beginnen ein Level wieder von vorn und haben dabei nur 10 Lebenspunkte, während lange Missionen keine Checkpoints bieten. Der Artikel bezeichnet diese Kombination als frustrierend und wenig lohnend.

Quellen: Comic Book Resources.