Cartoon Network machte viele Zuschauer mit Anime bekannt, wobei Dragon Ball Z zu einem anhaltenden Erfolg wurde. Doch nicht jede Serie, die auf dem Sender lief, ist ebenso gut gealtert. Einige wurden stark zensiert oder schlecht synchronisiert, während andere mit repetitiven Handlungen oder einer unpassenden Ausrichtung auf das actionorientierte Programmumfeld zu kämpfen hatten.
Mobile Suit Gundam SEED ist eine ernste Kriegsgeschichte, doch die auf Cartoon Network ausgestrahlte Fassung wurde stark bearbeitet. Zu den Änderungen gehörten, Schüsse durch Lasereffekte zu ersetzen, Verweise auf Todesfälle zu entfernen und blutige Szenen zu verändern. Durch diese Schnitte wurde das menschliche Leid abgeschwächt, das im Mittelpunkt des Konflikts der Serie steht.
Hamtaro bot eine ganz andere Art von Serie: sanfte, fröhliche Alltagsgeschichten über einen Hamster und seine Freunde. Die einfachen, repetitiven Abenteuer konnten neben den actionreichen Anime von Toonami fehl am Platz wirken, besonders für ältere Zuschauer, die längere und komplexere Handlungen gewohnt waren.
Rave Master hatte die Voraussetzungen für ein Fantasy-Abenteuer und erzählt von Haru Glory, der mit der Macht der Rave-Steine Monster bekämpft. Doch die unausgewogenen Episoden erwecken oft den Eindruck, die Geschichte bereite ein befriedigenderes Abenteuer vor, statt es tatsächlich zu liefern. Außerdem wechselte die Serie zwischen Toonami und den frühen Morgenstunden, was ihre Ausstrahlung unterbrach.
In Zatch Bell! kämpfen Kinder namens Mamodo gemeinsam mit menschlichen Partnern, die ihnen mithilfe von Zauberbüchern helfen. Die Prämisse ermöglicht kreative magische Kämpfe, doch das ständige Geschrei, die übertriebenen Reaktionen und die Witze im Sekundentakt können die ruhigeren Momente mit den Figuren überlagern.
D.I.C.E. handelt von Agenten, die mit sich verwandelnden Dinobreaker-Maschinen auf Notfälle reagieren. Die unterschiedlichen Szenarien hätten für spannende Abenteuer sorgen können, doch die wiederkehrende Struktur mit einer Krise pro Woche wurde vorhersehbar. Die Serie feierte im Januar 2005 auf Toonami Premiere und wechselte nach wenigen Folgen auf Sendeplätze in den frühen Morgenstunden; nur ein Teil der 40-teiligen Serie wurde ursprünglich auf Toonami ausgestrahlt.
One Piece wurde in der 4Kids-Adaption erheblich verändert. Unter anderem wurden Waffen bearbeitet, Sanjis Zigaretten durch Lutscher ersetzt und die Musik umgestaltet. Die daraus entstandene Fassung schwächte ernste Szenen oft ab und wirkte dem Artikel zufolge vom Original-Anime losgelöst.
MÄR beginnt damit, dass Ginta Toramizu in die Fantasywelt MAR Heaven versetzt wird, doch die Geschichte wird durch einen langen War-Game-Handlungsbogen in die Länge gezogen. Wiederholte Kämpfe und Füllepisoden bremsen das Erzähltempo und lassen das Turnier zunehmend vorhersehbar wirken, trotz des fantasievollen Settings der Serie.
Quellen: Comic Book Resources.